Sag den Wölfen, ich bin zu Hause : Roman

Brunt, Carol Rifka, 2018
Bücherei Bludesch
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Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 1 (voraussichtl. bis 07.10.2019)
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Medienart Buch
ISBN 978-3-96161-007-5
Verfasser Brunt, Carol Rifka Wikipedia
Beteiligte Personen Brodd, Frauke Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen, Novellen
Verlag Eisele
Ort München
Jahr 2018
Umfang 445 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Carol Rifka Brunt. Aus dem amerikan. Engl. von Frauke Brodd
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Doris Göldner;
Als ihr geliebter Onkel stirbt, entdeckt die 14-jährige June, dass sie nicht die Einzige war, die diesem außergewöhnlichen Künstler aufrichtige Liebe entgegengebracht hat. (DR)
Im Herbst 1986 sitzen die 14-jährige June und ihre 16-jährige Schwester Greta Modell für ein Porträt, das ihr Onkel, der berühmte Künstler Finn Weiß, von ihnen anfertigt. Kurz nach Fertigstellung des Gemäldes stirbt er an AIDS. Der Buchtitel ist zugleich der Titel seines letzten Bildes, das in der Geschichte immer wieder eine Rolle spielt.
Finns in der Familie verheimlichter Lebensgefährte Toby wird nur "Mörder" genannt. Im Verlauf der weiteren 400 Seiten schildert June, wie sie hinter dem Rücken ihrer Eltern eine starke Beziehung zu Toby aufbaut, ihn immer wieder besucht und einiges mit ihm unternimmt. In dem Buch geht es einerseits um die Liebe; die Ich-Erzählerin June spürt verschiedenen Arten der Liebe nach, grübelt über ihre Schattenseiten und reift in ihren Ansichten, als sie erkennt, dass Finns Liebe zu Toby die Zuneigung ihres Onkels zu ihr nicht verringert hat. Andererseits erzählt der Roman von sehr bedenklichen Familienstrukturen. June hat über Monate unter der gehässigen Gemeinheit ihrer Schwester zu leiden und die Eltern bekommen vom Leben ihrer Töchter gar nichts mit. Besonders die Mutter hat eine fragwürdige Rolle: Nachdem sie ihren Jugendtraum, Künstlerin zu werden, aufgeben musste, hat sie klare Vorstellungen davon, wie alle anderen zu handeln haben. Das bedeutet, dass die Schwestern niemals von Tobys Existenz erfahren dürfen und dass sie der begabten Greta die Entscheidung für eine Karriere aus der Hand nimmt und keinen Widerspruch zulässt. Wie es in amerikanischen Plots häufig der Fall ist, sehen jedoch am Schluss alle Personen ihre Fehler ein und alles kommt zu einem quasi erfreulichen Ende.
Dieses Buch für junge Erwachsene enthält eine Fülle von Themen, die zeitlos sind und über die gerne reflektiert wird. Aufgrund des Settings in den 1980er Jahren wirkt manches altmodisch: z.B. der Umgang mit AIDS-Kranken, der damals von vielen Vorurteilen und wenig Mitleid geprägt war, oder die Darstellung der Heranwachsenden, die heimlich rauchen und zu viel Alkohol konsumieren. Empfehlenswerte Lektüre für alle, die gerne in andere Lebenswelten eintauchen.

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